• vincent cyrill kubasch (m.sc.) ist ehem. architekturstudent der bauhaus schule in weimar. er studierte von 2013-2016 an der hochschule für technik, wirtschaft und kultur in leipzig und arbeitete unter anderem am architekturinstitut für nachhaltige architektur und stadtentwicklung (ai:l). seit 2016-2019 studierte er dann an der bauhaus schule in weimar und unternahm 2017 ein auslandssemster an der mackintosh school of architecture in glasgow. nach seiner rückkehr an die bauhaus schule, wurde er teil der professur entwerfen und städtebau von prof.em. dr.sc.techn. dipl.arch.eth bernhard klein. von 2018-2019 bearbeitete er seine masterthesis: orter. die unheimliche architektur des territoriums. gemeinsam mit jens stöbe legte er eine über 2000 kilometer lange fotografische spurensuche in der lausitz zurück. im november 2019 bekamen beide dann eine anerkennung für die besten abschlussarbeiten der bauhaus schule in weimar.

    aktuell lebt und arbeitet er in
    leipzig, deutschland
    email@vincentcyrillkubasch.com
  • leere - eine fotodokumentation der niederlausitz orter. die unheimliche architektur des territoriums
  • leere - eine fotodokumentation der niederlausitz
    fotografien mit jens stöbe
    2018-2020

    Die Ausstellung beinhaltet zwei Masterthesen der Bauhaus-Studenten Jens Stöbe und Vincent-Cyrill Kubasch, deren Arbeiten sich mit der Region Lausitz/Niederlausitz beschäftigen. Dabei werden zum einen Entwürfe für Stationen der Landschaftstransformation aufgezeigt, die sowohl landschaftsarchitektonisch als auch kulturwissenschaftliche Auseinandersetzungen dieser von den Menschen intensiv gestalteten Kulturlandschaft beinhalten. Zum anderen geht man auf Grundlage kulturhistorischer Traditionen der Frage nach, wie mittels städtebaulicher Impulse, in einer von Mobilität geprägten Gesellschaft, der Region um Cottbus herum zu neuer Eigenständigkeit verholfen werden kann. Dabei werden die Wechselwirkungen von überregionalen Einflüssen bis hin zur temporär beziehbaren Wohnzelle berücksichtigt. Den beiden Thesen geht eine gemeinsame fotografisch dokumentarische Spurensuche auf über 2000 Kilometern zurückgelegten Wegstrecke voraus.
  • orter. die unheimliche architektur des territoriums
    masterthesis bei prof. dr. bernhard klein
    2018-2019

    Interessanterweise liegt eines der Urbedürfnisse des Menschen darin, Objekte und Erscheinungen seiner Welt miteinander in Beziehung zu setzen. Das Erkennen als intuitives Erfahren oder analysierendes Erfassen geschieht durch unsere Sinne und unseren Verstand. So verwickeln wir die allgemeinen Eigenschaften eines Ortes, seine Struktur, seine Ausdehnung, sein Verhältnis zu Weg und Raum in einen Dialog. Der Genius eines Ortes ist von Beginn an der Zeit unterworfen. Seine ersten beiden Schichten, das komplementäre Paar von Himmel und Erde bilden den Rahmen. Dieser erhält durch das Wirken des Menschen eine Erinnerungsspur, den Genius Loci. Durch die menschliche Auseinandersetzung mit dem Ort werden zwei weitere Elemente dazu gefügt: die Architektur als künstliche Schicht und die Präsenz des Individuums mit seiner oft eigentümlichen Dynamik. Die geschaffenen räumlichen Gegebenheiten, die als landschaftliche und architektonische Formen dem Ort Gestalt geben, erzeugen wichtige Bezüge für Orientierung und Identifikation. Aldo Rossi bezieht sich bereits auf den Begriff des „kollektiven Gedächtnisses“ von Maurice Halbwachs, als entscheidendes städtebaulichen Phänomen, das „fatti urbani“. Die persönlichen Erinnerungen an Ereignissen und Orten formen für ihn ein kollektives Gedächtnis und schafft ein Beziehungsgeflecht der städtischen Gemeinschaft, „genauso alt wie der Mensch, ist also die künstliche Heimat“. Das Befassen mit dem Ort in seiner Spezifik stellt für Rossi die Basis einer typologisch-morphologisch gegründeten Auseinandersetzung. Über die Analogie hinaus sah er immer deutlicher, wie sehr die Schönheit der Ort ist, wo die Materie verschiedene Bedeutungen bekommt. „Weder eine Person, ein Gegenstand noch eine Stadt kann schön sein, wenn es nur sich selbst bedeutet und lediglich auf seinen Nutzen verweist“.